Unsere Zusammenarbeit mit der Taschenoper Lübeck
Unser Jahrgang 10 hat an einem Projekt der Musikhochschule Lübeck und der Taschenoper Lübeck teilgenommen. Dabei ging es um das Stück „Der Kaiser von Atlantis“, eine Oper von Viktor Uhlmann. Die Oper ist 1943/44 im Konzentrationslager Theresienstadt entstanden.
Sie handelt von dem Kaiser Overall, der zum Krieg aller gegen alle aufruft. Doch der Tod weigert sich, weiter Menschen sterben zu lassen, und die Welt versinkt im Chaos. Am Ende erkennt der Kaiser seine Schuld und opfert sich, damit wieder Frieden einkehren kann.
Als der Regisseur Jacob und die Choreografin Janessa aus der Taschenoper Lübeck zu uns kamen, waren wir alle erst einmal ziemlich gespannt, was da auf uns zukommt. Zu Beginn machten wir einige Aufwärmübungen und tasteten uns Schritt für Schritt an die gemeinsame Arbeit heran. Das hat sofort für eine gute und lockere Stimmung gesorgt.
Anschließend ging es an das Stück selbst: Wer übernimmt welche Rolle? Wie funktionieren wir als Gruppe zusammen?
Im Unterricht, also in unserem Gestaltungskurs, haben wir dann weitergearbeitet, geprobt, Texte geübt und uns immer mehr in das Stück hineingefunden. Das hat natürlich Zeit und Geduld gebraucht, war aber auch super lustig und hat uns persönlich wie auch als Kurs weitergebracht.
An einem Schultag kamen einige Studierende aus der Musikhochschule Lübeck und Sängerinnen und Sänger der Taschenoper zu uns und haben mit dem kompletten Jahrgang einen Workshop gemacht, bei dem etwas vorgesungen wurde, einige Übungen stattfanden und wir uns sogar in Kleingruppen eingeteilt haben, in denen wir gemeinsam ein Standbild entworfen haben, das wir schließlich auch präsentiert haben.
Eine Woche vor dem Theaterstück war ursprünglich geplant, dass wir zur Generalprobe in die Taschenoper fahren. Wir machten uns also als Kurs zusammen mit Bus und Bahn auf den Weg. Leider kam ein Problem dazwischen: Alle Regionalbahnen in Richtung Lübeck fielen aufgrund eines technischen Problems im Bahnverkehr aus. Deshalb entschieden wir, am Tag der Aufführung selbst einfach früher hinzufahren, damit wir die Möglichkeit haben, nochmal richtig zu proben und alles durchzugehen.
Das Highlight war schließlich die Aufführung in der Taschenoper selbst, die wir unserem Jahrgang präsentieren durften. Wir sind am Tag der Aufführung wie geplant früher hingefahren. Wir trafen uns mit unserem Kurs bereits um 7:30 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof und fuhren zur Oper. Dort hatten wir die Chance, nochmal alles richtig zu üben, bevor es zur Aufführung selbst kam. Die Aufführung war unglaublich aufregend, denn alle in der Oper waren total nett, und es war einfach ein tolles Gefühl, einmal auf einer anderen Bühne zu stehen als nur auf der in unserer Schule.
Die Aufführung selbst war witzig, chaotisch und cool, im besten Sinne natürlich. Wir haben alle viel gelernt und sind als Kurs noch enger zusammengewachsen.
Insgesamt war es eine wirklich wertvolle, kreative und coole Erfahrung, für die wir alle sehr dankbar sind!
Geschrieben von Lina Klärl, Klasse 10c